Verein
Geschichte
29. November 1956
Geburtsstunde
Geburtsstunde des Vereins war der 29. November 1956, als etliche alteingesessene Ratinger Bürger sich vornahmen, etwas für die Stadt zu tun, sowie Mundart und Brauchtum zu pflegen.
11. Februar 1957

Gründungsversammlung
Am 11. Februar 1957 fand die Gründungsversammlung der Ratinger Jonges in der Gaststätte Osterwind statt. Josef Nybelen wurde der erste Baas der Vereinsgeschichte, Willi Orth sein Stellvertreter, Max Beckmann der Kassierer. Es gab insgesamt 23 Gründungsmitglieder.
Zweimal wöchentlich traf man sich in der Gaststätte „Flammer” am Markt, dem heutigen Restaurant „Drei Könige“. Nach anfänglich euphorischer Vereinsarbeit wurde es etwas still um die Jonges, sieht man vom Stammtisch ab.
1975

Karl Hoberg
Die kommunale Neugliederung 1975 und das 700-jährige Stadtjubiläum 1976 brachten neuen Schwung. Der 1974 gewählte Baas Karl Hoberg warb mit großem Einsatz eine Vielzahl neuer Mitglieder.
1976

Biwak an der Wasserburg
Der persönlichen Freundschaft von Karl Hoberg mit Bruno Lambart ist es zu verdanken, dass 1976 das Sommerfest der Jonges – das Biwak – erstmalig im Innenhof der frisch restaurierten Wasserburg Haus zum Haus stattfinden konnte. Gleichzeitig konnten die Jonges das Dachzimmer des nördlichen Eckturms der Wasserburg für ihre Vorstandsarbeit und für Archivzwecke nutzen.
1986

Heinz Beyer
Gesundheitliche Gründe zwangen Baas Karl Hoberg 1986, sein Amt aufzugeben. Die Nachfolge trat Heinz Beyer an, dem es zu verdanken ist, dass Ratinger Bürgerinnen und Bürger, die sich um die Dumeklemmerstadt verdient gemacht haben, mit der Dumeklemmerplakette eine hochrangige Ehrung erfahren können.
Mitte der 1980er

Restaurierung Hauser Kapelle
Eine der herausragenden Leistungen der Jonges war Mitte der 1980er-Jahre die Restaurierung der Hauser Kapelle. Damit bewiesen die Jonges erstmalig großes bürgerliches Engagement für den Erhalt eines Denkmals, für das sie auch anschließend das Patronat übernahmen.
1988
Närrischer Frühschoppen
Zur Bereicherung der Vereinskultur und Werbung von Mitgliedern wurde ein Jahresprogramm mit Veranstaltungen und Festen ins Leben gerufen. 1988 wurde der „Närrische Frühschoppen” am Karnevalssamstag eingeführt und bis 2011 im Restaurant Drei Könige durchgeführt, danach im Spiegelsaal des Brauhauses. Herausragende Akzente bildeten die sachkundigen Führungen durch Ratingen und in die Umgebung von Heinz Reiner Klinkenberg.
1989

Biwak wechselt zum Schimmershof & Portikus
Das sommerliche Biwak wechselte 1989 von der Wasserburg zum Schimmershof von Hanno und Christa Paas.
Im selben Jahr schulterte der Verein die Restaurierung des Portikus mit Christusfigur auf dem Ehrenfriedhof.
1992-1993

Verkeshirden-Denkmal
1992 wurde die spätmittelalterliche Legende des Ratinger Schweinehirten (Verkeshirden) als Denkmal in Auftrag gegeben und im Oktober 1993 im Arkadenhof aufgestellt. Durch eine Verkürzung der Wartezeit für eine Mitgliedschaft bei den Jonges von 20 auf 10 Jahre, konnte ein Ansteigen der Mitgliederzahl auf über 500 erreicht werden.
1995-1996

Montagswandergruppe, Mundartkreis, stadtgeschichtliches Relief
1995 wurde die Montagswandergruppe und 1996 der Mundartkreis gegründet. Das Jahresprogramm wurde um einen Exkursionskreis Hören-Sehen-Verstehen erweitert, der im industriellen und kulturellen Umfeld der Heimatstadt aktiv war. Ein neugeschaffenes stadtgeschichtliches Relief fand an der Seitenwand des Bürgerhauses seinen Platz.
1998
„Stadtlaterne“
1998 erschien die erste Ausgabe der Jonges-Zeitschrift „Stadtlaterne”.
1999

Minoritenschule
1999 mieteten die Jonges ein Vereinszimmer in den Räumen der Minoritenschule an.
2001-2004

Karl-Heinz Dahmen, Internetseite und Informationstafeln
2001 folgte Karl-Heinz Dahmen als Baas auf Heinz Beyer und bestimmte vier Jahre lang die Geschicke des Vereins. 2004 richtete der Verein seine eigene, mit aktuellen Vereinsnachrichten versehene Internetseite ein. Als ein beeindruckendes Projekt zur Information und Stadtverschönerung stifteten die Jonges 40 Informationstafeln an denkmalgeschützten Gebäuden in der Innenstadt.
2005

Georg Hoberg, „von Aadelskarr bes Zoppemetz”
2005 trat Georg Hoberg als fünfter Baas in der Vereinsgeschichte die Nachfolge von Karl-Heinz Dahmen an. Das erste Ratinger Mundartwörterbuch von „Aadelskarr bes Zoppemetz” wurde erarbeitet und gedruckt.
2007
Jubiläum
Pünktlich zum Jubiläum erschien 2007 die Festzeitschrift „50 Jahre Ratinger Jonges”. Am 22. September wurde das Jubiläum in der Stadthalle mit einem großen Galaball gefeiert.
2009

Sanierung „Dicker Turm“
2006 beschloss der Verein die Restaurierung des „Dicken Turms“. Die Sanierungsarbeiten am „Dicken Turm” benötigten zwei Jahre. Mit einer groß angelegten Spendenaktion sammelte der Baas das Geld zum Ausbau des Turms ein, so dass am 6. Mai 2009 in Gegenwart vieler Ehrengäste die offizielle Schlüsselübergabe durch den Bürgermeister an die Ratinger Jonges stattfand. Der Turm konnte fortan als offenes Denkmal und als Geschäftszimmer des Vereins genutzt werden.
bis 2018
1043 Mitglieder
Unter der Leitung von Georg Hoberg wuchs der Verein bis 2018 auf 1043 Mitglieder an, nimmt seitdem aber trotz vergleichbarer Neuaufnahmen ab, was unter anderem an der Sterblichkeit der in die Jahre gekommenen Mitglieder liegt. Unter Georg Hoberg wurde die Hauser Kapelle das zweite Mal saniert und die Grundlage anderer Projekte gelegt wie z.B. die architektonische Planung des Rosengartens im Poensgenpark.
ab 2019

Dr. Edgar Dullni
2019 setzte Dr. Edgar Dullni die Arbeit von Georg Hoberg als Baas fort. Sein Vorsitz wurde durch die 2020 und den darauffolgenden Jahren grassierte Corona-Pandemie erschwert, die interne und öffentliche Veranstaltungen zum Teil unmöglich machte oder erschwerte. In der Folgezeit wurden auf den Ehrenfriedhöfen an der Werdener Straße Denkmalsteine professionell renoviert und zum Teil mit Strahlern versehen. In die Zeit fällt auch die Anschaffung der Bronzemodelle der Innenstadt am Marktplatz und des Angerhauses im Poensgenpark, sowie die Erneuerung der Steinskulptur des Löwen am Markt.