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Schloss Landsberg
Besichtigung der Prunkräume von August Thyssen im Schloss Landsberg
07.05.2026
Dass sich August Thyssen nach dem Kauf des ehemaligen „Gut Landsberg“ 1903 zu seinem repräsentativen Wohnsitz umgestalten ließ, wodurch es zum „Schloss Landsberg“ wurde, davon konnten sich 37 Teilnehmer der Ratinger Jonges – aufgeteilt in zwei Gruppen – bei der sehr interessanten Führung dadurch selbst überzeugen.
Zur Historie des Schlosses erfuhren wir von der „Schlossführerin“ Frau Becker-Rombach, dass die Anlage aus dem Ende des 13. Jahrhunderts stammt, die durch den Grafen Adolf V. von Berg erbaut wurde und zur Sicherung der naheliegenden Brücken über der Ruhr diente. Danach übernahm die Burg den Herren von Landsberg, die hier größtenteils ihren Stammsitz hatten, bis sie eben August Thyssen kaufte und dort seinen Wohnsitz, nahe den von ihm errichteten Hüttenwerken in Mühlheim und Duisburg einrichtete. Seit dem Tod von August Thyssen 1926 gehört das Schloss einer Stiftung der Familie Thyssen und wird seit 1992 als Seminar- und Tagungsstätte an die Thyssen-Krupp AG vermietet.
Gut 1 ¼ Stunde dauerten jeweils die beiden Führung, die zuerst in die Familiengruft der Thyssens mit dem markanten Sarkophag von August Thyssen ging, dann weiter im Hauptgebäude durch die große Halle in den nachträglich von ihm angebauten repräsentativen Wintergarten und in den Großen Saal – auch Rittersaal genannt -, um schließlich in der 1. Etage in die Privaträume zu kommen. Durch das Schlafzimmer mit dem Himmelbett, in dem August Thyssen starb, ging's weiter durch die verschiedenen Zimmer, dem Bad und auch das große Arbeitszimmer. Besonders sehenswert ist jedoch nach Meinung der Teilnehmenden das „Pariser Bad“, dass der Hausherr auf der dortigen Weltausstellung gesehen und später gekauft hatte, dessen Blickfang die Badenische mit dem im Fußboden eingelassenen Badebecken ist, dass jedoch von August Thyssen nur einmal benutzt worden sein soll, nachdem er darin beim Einstieg ausrutsche und sich am Bein verletzte. Lohnenswert aber auch der Blick auf die gesamte Einrichtung des Bads mit den Wandfliesen, die mit den Ornamenten an einen Teich erinnern.
Abschließend ging es noch in die kleine Kapelle, die sich oberhalb der Gruft im Burgfried befindet und mit Freskomalereien ausgeschmückt ist.
Abschließend wurde von allen Teilnehmern bestätigt, dass sich der Besuch hier gelohnt hätte und die Führung sehr informative gewesen wäre. Schade nur, dass das Fotografieren im inneren Schlosshof und während der Führung nicht erlaubt ist.
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