Besichtigung

Besichtigung Schloss Landsberg

Dass August Thyssen nach dem Kauf des ehemaligen „Gut Landsberg“ 1903 diesen zu seinem repräsentativen Wohnsitz umgestalten ließ, wodurch es zum „Schloss Landsberg“ wurde, davon konnten sich 37 Teilnehmer der Ratinger Jonges selbst überzeugen. Frau Becker-Rombach war dabei die „Schlossführerin“.

Die erste Anlage des Schlosses stammt aus dem 13. Jahrhundert, wurde durch den Grafen Adolf V. von Berg erbaut und diente zur Sicherung der naheliegenden Brücken über die Ruhr. Danach übernahmen die Herren von Landsberg die Burg, die hier größtenteils ihren Stammsitz hatten, bis sie August Thyssen kaufte und dort seinen Wohnsitz einrichtete. Seit dem Tod von August Thyssen 1926 gehört das Schloss einer Stiftung der Familie Thyssen und wird seit 1992 als Seminar- und Tagungsstätte an die Thyssenkrupp AG vermietet.

Gut 1 ¼ Stunde dauerten jeweils die beiden Führung, die zuerst in die Familiengruft der Thyssens mit dem Sarkophag von August Thyssen ging, dann weiter ins Hauptgebäude durch die große Halle in den nachträglich von ihm angebauten repräsentativen Wintergarten und sodann in den Großen Saal – auch Rittersaal genannt. Anschließend kam man in die 1. Etage der Anlage, wo die die Privaträume liegen. Durch das Schlafzimmer mit dem Himmelbett, in dem August Thyssen starb, ging es weiter durch die verschiedenen Zimmer. Besonders sehenswert ist das „Pariser Bad“, das der Hausherr auf einer der dortigen Weltausstellungen gesehen und später gekauft hatte. Ein Blickfang ist die Badenische mit dem im Fußboden eingelassenen Badebecken, dass jedoch von August Thyssen nur einmal benutzt worden sein soll, nachdem er darin beim Einstieg ausrutsche und sich verletzte. Abschließend ging es noch in die kleine Kapelle, die sich oberhalb der Gruft im Burgfried befindet und mit ausschweifenden Freskomalereien geschmückt ist. Leider durften von den Innenräumen keine Fotos gemacht werden.

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