Spurensuche in Rtg. und Düs.

Auf Spurensuche in Ratingen

Führung entlang des Industriepfads in Ratingen-Ost und Süd.

Getroffen haben sich 18 interessierte Jonges an der Ecke Industriestraße/Röntgenring/Europaring. Dort startete die Tour, um auf den Voisweg zu gelangen, wo wir vor der Stele 17 – MASCHINENFABRIK KARL BESTA UND NEUE FEUERWEHR den ersten Stopp einlegten und entsprechende Informationen von unserem fachkundigen „Guide“ Michael Lumer zur ehemaligen Maschinenfabrik erhielten.

Nicht weit davon, auf der anderen Seite der Mettmanner Straße, erfolgte der nächste Informationshalt vor der Stele 12 – RATINGER FORMSANDABBAU: ZIMMERMANN, PETERS, KLEINE-BROCKHOFF an der Oststraße. Der Ursprung der Firma erklärt sich sogleich, wenn man das Straßenschild Auf dem Sandfeld unmittelbar hinter dem Kreisverkehr rechts sieht, das noch einmal einen Hinweis auf die Ratinger Sandberge gibt. Sie war vor der neuen Mettmanner Straße und dem Autobahnbau die alte Straße nach Mettmann.

Am nächsten Halt steht zwar keine Stele, dafür aber erregten unzählige Kürbisse unsere Aufmerksamkeit vor dem Bauerngarten Benninghoven, was dann auch sogleich für ein Gruppenfoto genutzt wurde. Und weiter gings, wie bisher immer mit interessanten Informationen zu den passierten Umgebungen versorgt, von denen Michael Lumer vieles berichten kann. Es ging am Schwarzbach entlang und dabei an der Schönheitsmühle vorbei, um anschließend in den Liethenburgweg abzubiegen.

Informationen gab es auch zu der ehemaligen Hausmannsmühle an der Straße Am Butterbusch und noch mehr vor der Stele 18 – KALKABBAUGRUBE „MARMORBRUCH“, SCHWARZES LOCH in dem jetzt eine Gruppe Schafe die inzwischen grasbewachsene ehemalige Abbaugrube „bevölkert“. Den wenigsten dürfte wohl das Griese Loch bekannt gewesen sein, dass etwas abseits der Neanderstraße liegt und umrundet wurde, bevor es zum Endziel unserer heutigen Spurensuche im Bereich des Bleicherhofs/In den Bleichen ging, die übrigens nicht mit dem früheren „Bleichen der Wäsche“ zu tun hat, sondern seinen Ursprung von einem flachen, leicht übersehbaren Stück Land erhalten hat und auch an das früher hier stehende Gehöft erinnert.

Die letzte Aufklärung erhielt die Gruppe an der Gasse Am Freistein, ehemals ein größeres Flurstück zwischen Industriestraße und Mettmanner Straße. In Ratingen gab es drei Freisteine im Mittelalter, die als Markierung der Grenze städtischer Freiheiten und Gerechtsame dienten, sozusagen eine Bannmeile. Die Freisteine durfte niemand überschreiten, der aus der Stadt ausgewiesen war (Zur Info: Die beiden anderen Steine standen am Brücker Weg (heute Brückstr.) und an der Kaiserswerther Str.). Unmittelbar an der Mettmanner Straße endet dann auch der Rundgang nach einer Strecke von etwa 6,5 km.

Wer den Weg nachgehen möchte findet hier die genaue Wegbeschreibung:

  • Industriestraße, links abbiegen in den Meiersweg,
  • rechts abbiegen in die Schwarzbachstraße,
  • am Ende der Schwarzbachstraße rechts abbiegen,
  • über die Brücke (Mettmanner Straße) um auf den Voisweg zu gelangen (Feuerwehr),
  • am Kreisverkehr links ab auf die Formerstraße,
  • am zweiten Kreisverkehr einen kurzen Abstecher über Balcke-Dürr-Allee zur Oststraße und
  • an der Straße Auf dem Sandfeld vorbei
  • zum Kreisverkehr zurück, um dort links auf die Mettmanner Straße Richtung Mettmann abzubiegen.
  • Rechts abbiegen in die Mauerstraße,
  • am Schwarzbach entlang,
  • an der Schönheitsmühle vorbei,
  • um rechts in den Liethenburgweg abzubiegen.
  • Über die Straße Am Butterbusch an der Hausmannsmühle vorbei zum Voisweg,
  • an der Straße Marmorbruch vorbei, um über den Voisweg rechtsabbiegend auf die Neanderstraße zu gelangen.
  • Abstecher rechts abbiegend zum Schwarzen Loch (Marmorbruch) und zum Griesen Loch,
  • und zurück auf der Neanderstraße durch die Unterführung der S-Bahn, um auf die Industriestraße zu gelangen.
  • Hier direkt rechts die Treppe rauf, um auf die Bleichstraße zu gelangen.
  • Links ab in die Straße An den Bleichen,
  • rechts abbiegen in den Bleicherhof
  • und dann wieder links auf die Straße Am Freistein.
  • Unmittelbar an der Mettmanner Straße endet der Rundgang.

Michael Lumer und Norbert Halverkamps

Weitere Informationen zum Industriepfad Ratinger und den erwähnten Stelen erhält man im Internet unter: www.industriepfad-ratingen.de